MODx war mir bis vor kurzem noch nicht bekannt, wurde jetzt aber mir von einem Lehrer für unsere Schulhomepage vorgeschlagen, deshalb gibts jetzt hier einen ausführlichen Testbericht. Demnächst werden noch weitere Testberichte über CMS kommen, da ich schauen möchte, ob man eines für unsere Schulhomepage benutzen kann oder eine Eigenentwicklung vielleicht die einfachere Wahl wäre.
MODx wird auf der seiner Homepage als Ajax CMS für Web-2.0 Seiten angepriesen, dies begründet man auf der Startseite hauptsächlich mit den vorinstallierten Javascript-Frameworks script.aculo.us und Prototype, beim genaueren Durchlesen der Dokumentation findet man auch keine Hinweise auf besondere Web 2.0 Funktionen, die andere CMS nicht haben.
Installation
Die Einrichtung der Datenbankverbindung ging simpel wie bei den meisten verbreiteten PHP-Anwendungen, jedoch kam das Installationsscript ohne Reload aus, um die Datenbankverbindung zu prüfen, AJAX sei Dank.
Danach kam eine Auswahl von Modulen, die installiert werden sollten, mir war aber nicht klar, was diese genau machen, also habe ich sicherheitshalber die Standardkonfiguration übernommen, da ich nicht schon bei der Installation die Dokumentation durchforsten will.
Danach kam der berühmte Dateizugriffsrechte-vorhanden-Check, welcher zwar fehlschlug, die Dateien aber schnell mit diesen Kommandos freigeschaltet wurden:
chmod -R a+w assets/cache assets/images assets/export
touch manager/includes/config.inc.php
chmod a+rw manager/includes/config.inc.php
Nach einem Click auf [Retry] und dem entfernen des Ordners install ist die Installation beendet.
Rechte
Nach dem ersten Anmelden im Admin-Bereich, in den man nur kommt, wenn man per Hand die MODx-URL um /manager ergänzt, will ich nun einen neuen Benutzer einrichten, welcher nur Seiten erstellen/bearbeiten/löschen darf, aber an der sonstigen Konfiguration nichts ändern kann.
Hierzu gehe ich im Admin-Bereich zu “Users->Manage User” und klicke dort hoffnungsvoll auf New User.
Leider ist die Seite zum Erstellen eines Benutzers nicht gerade mehr simpel, so dass man lange lesen muss, um zu merken, dass man die Bereiche, auf die der User Zugriff haben soll, jetzt noch nicht festgelegt werden können(leere Box Access permissions), jedoch eher unwichtige Dinge wie z.B an welchen Tagen der Nutzer sich einloggen darf, was man eher selten braucht.
Nach einem kleinen Einlesen in die Dokumentation ist mir jetzt bekannt, wie kompliziert das Rechtes Management in MODx aufgebaut ist. Als erstes muss man unter “Users->Manager Permissions” eine neue “User Group” erstellen. Nun muss man wieder zurück zu den Einstellungen des Users gehen und ihn dort dieser Gruppe hinzufügen. Nun muss man wieder zurück nach “Manager Permission”, erstellt dort eine Document Group und verbindet die beiden erstellten Gruppen unter “User/Document Group Links”. Nun geht man nach “Content->New Folder” und erstellt dort halt einen neuen Ordner, wobei man man unter “Access permissions” nur bei (in diesem Fall) test2 einen Haken setzt.
Nach einem Login als unpriveligierter Benutzer kann man jetzt auch die Seiten bearbeiten und jedoch war es sehr schwer die neu erstellte Seite zu auch aufzurufen, ein dynamisch erzeugtes Menü fehlt ersatzlos.
Leider konnte man defaultmäßig auch noch alle möglichen Einstellungen bearbeiten, ich habe jedoch bis jetzt dies auch nicht abstellen können.
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MODx benutzt den FCKEditor und ist dadurch auch perfekt ausgestattet für ein CMS, jedoch verwirrend sind die vielen Optionen bei Dokumenteigenschaften.
Permalinks
Ich habe nur durch Tricks die neu ertstellte Seite aufrufen können und das auch nur über eine hässliche index.php?id=3&…-URL, auch das Aktivieren der Funktion schöne URLs brachte keine merkliche Änderung.
deutsche Übersetzung
Einfach nur gut, nicht herrausrangend, aber es waren auch keine schwerwiegende Fehler zu finden.
Import von existierenden Seiten
Importiert leider nur HTML-Dateien, die im Ordner asserts/import liegen, Optionen gibts nicht. Es ist also nur bedingt für unsere Schulhomepage tauglich.
API / Plugins
Man kann PHP-Code über die Weboberfläche erstellen, so dass dies als Plugin benutzt wird, näher gehe ich in diesem Artikel nicht darauf ein, da dies zu viel Einarbeitungszeit kostet.
Versionsverwaltung
Gibt’s nicht!
Fazit
MODx ist ein CMS mit einem guten Konzept, jedoch ist es sehr langsam bei Laden der Seiten im Manager und hat eine sehr komplizierte Rechteverwaltung.
Der “nur-Word-Lehrer” kann dank FCKEditor seine Seiten per Paste&Copy einfügen, jedoch wird wohl sicherlich mit den enormen Optionen zum Veröffentlichen einer Seite und deren Eigenschaften überfordert sein.

hi,
welches cms würdest du eher empfehlen?
vor allem für designer, d.h. für menschen ohne
grossartige programmierkenntnisse?
danke!
lg
andi
Website Baker hat mich sehr überzeugt, da es sehr simpel und verständlich installierbar war. Man muss nur erst mal rausbekommen, wie man es auf Deutsch stelle(siehe mein Artikel dazu), dann geht auch schon alles. Bei Website Baker liegen die Seitenvorlagen im Ordner templates/, ich hoffe du kommst damit zurecht, solltest du es benutzen, wenn es Probleme gibt kannst du dich ruhig noch mal hier melden bzw meistens findest du auch auf der Websitebaker(.org)-Homepage Hilfe, welche aber meistens auf Engish ist.